Skarabäus: Roland Kaiser Fans sind geil auf "Seelenbahnen"

Skarabäus scheint nicht sonderlich begeistert von meiner neuen Spiegelreflexkamera.
Foto: © Kati Pierson
Kati, ich war's nicht! Ich schwöre! Mal ehrlich, können diese Augen lügen? Ich hab gestern diesen Artikel nicht geschrieben! Wie - wer sonst? Vielleicht war's der Weihnachtsmann! Was heißt, Du hast in die Logfiles geschaut? Kontrollierst Du mich etwa? Frechheit! Schon mal was von Privatsphäre gehört?

Was heißt hier, ich soll die Sch… wieder gerade biegen? Ich bin eine Katze! Was soll ich denn gegen „Seelenbahnen“-geile Roland Kaiser Fans ausrichten? Ich soll was? Hast du nen Vogel? Nein – ich bettel nicht schon wieder nach Futter. Nö, mach ich nicht! Ich denk gar nicht dran! Nein! *Fauch* *Knurr* Seit wann beeindruckt das Kati nicht? *Grübel* *unschuldig guck* *kläglich Miau* Ich …! Ähm …! Aber …! MIST! Aber: „Ich bereue nichts!“ *Zunge rausstreck*

Friedensangebote einer Katze

Na da hab ich ja was angerichtet. Kati ist sauer. Ich bin jetzt 11 Jahre bei ihr und bis eben hab ich die noch nie richtig sauer erlebt. Zumindest nicht auf mich! So sieht das also aus. Wieder was gelernt. Ob es was bringt, wenn ich sage, dass ich das nicht wollte? Ihrem Ex hat’s nix genützt.

Ich hab ja gestern Abend erzählt, was ich so treibe, wenn sie nicht da ist. Da steht auch, dass wir „Seelenbahnen“ schon haben. Schön, dass sich so viele Katzenliebhaber für Roland Kaiser und seine Musik interessieren. Aber musstet ihr mich so in die Pfanne hauen? Könnt ihr es nicht einfach bis Freitag aushalten? Nein? Okay – ich versteh euch. Das neue Album ist einfach mausgeil und damit der Hausfrieden wieder gerade hängt, mach ich jetzt, was sie will. Ich erzähl euch, wie ich es finde – dieses „Seelenbahnen“. Die Headline klingt doch schon mal nach Promipool. ;o) Passt also!  Da kommt dann übrigens auch noch Katis Meinung zu dem Silberling.

Bei Roland Kaisers „Seelenbahnen“ solltet ihr auf die Zwischentöne hören ;o)

Kati kam am Sonntag nach dem „Berlin-Konzert“ total geschafft spät in der Nacht nach Hause und freute sich über die ersten Lieder, die sie vom neuen Album hören durfte. Als dann ein paar Tage später das ganze Album in der virtuellen Post lag, war auch meine Freude gigantisch. 14 Titel purer Roland Kaiser und ein unsäglicher Schmachtfetzen . Der ist aber so schön mittig verpackt, dass er kaum auffällt.

Auffällt aber der geile Sound bei allen 15 Liedern. Der Kaiser hat sich nämlich einmal nicht aus der Konserve bedient, sondern seine gesamte Band mit in Studio genommen. Dieser Sound kann sich hören lassen. Besonders beim Titel „Nie wieder vielleicht“ zaubert die Bläser-Sektion selbst einer Katze Bilder einer Big Band in den Kopf. Geniale Idee!

Ich überlege gerade, ob ich das schreiben soll. Ich will keinen der Musiker der Band des Kaisers besonders hervorheben, doch das Saxophon von Tina Tandler gibt z.B: dem Titel „Ich fege die Sterne zusammen“ erst den richtigen Pfiff.

Sag nie „Hello“ zum Kaiser, das endet mit Vorwürfen

Ich hab ja schon verraten, dass uns morgens „All die Jahre“ weckt. Doch die Wahl fiel echt schwer bei all den schönen Titeln. „Du bist ein Engel“, „Liebe verlernt man nicht“, „Es wird langsam Zeit für mich zu geh’n“ und „Nie wieder vielleicht“ standen bis zur letzten Sekunde genauso hoch im Kurs. Alle samt poppig Nummern, die sich herrlich zum „aus den Federn springen“ eignen. Okay Kati springt erst, wenn ich sie beiße – aber ich bin hellwach!

Es ist ein Album randvoll mit Roland Kaiser. Nicht nur weil der Sänger so heißt, sondern weil die Titel perfekt zu ihm passen. „Ich bereue nichts“, „Als ich noch Single war“ und „Meine Welt hat zwei Gesichter“ sind nur drei der Titel, die man ihm sofort und ohne Zögern glaubt. Man kann sie ihm nicht nur glauben, Mann bzw. Frau kann sie auch bedingungslos unterschreiben. Sie sind aus dem Leben gegriffen.

Ein Ratschlag fürs Leben: „Sag bloß nicht Hello“ zum Kaiser! Das meine Damen endet in einer Affäre und dem Vorwurf: „Warum hast Du nicht „Nein“ gesagt“. Letzteres ist übrigens ein schönes Duett mit Maite Kelly, die gleich sechs Titel zum neuen Album von Roland Kaiser beisteuerte. Sollte der Ratschlag nicht beherzigt werden, dann gibt’s kaiserlichen Trost. Er hält es nämlich nach dem Motto: „Ich bereue nichts“. Interessant ist auch „Ich weiß alles“.  Till Lindemann – ja der Sänger von Rammstein textete den Titel für Roland Kaiser. Schönes Experiment – aber bitte besonders lassen! Wenn man so etwas zu oft macht, geht der Charme flöten. ;o)

Roland Kaisers „Seelenbahnen“ sind kein Katzenjammer

„Seelenbahnen“ heißt dieses tolle Album, dass ich gerade kurz vorgestellt habe. Jetzt leihe ich mir mal Kati’s Glaskugel – für alle Skeptiker: Sie hat wirklich eine! – und such die Chartplatzierung raus. Bei Fantasy hat sie das super hin bekommen. Also für dieses extrem gute Album gibt es mindestens die Top Drei! Hoppla – das könnte aber auch noch schief gehen. Verrate ich jetzt, was fehlt, damit es wirklich die Top Drei werden? Nee – ein bisschen Spannung muss bleiben!

Kati schreibt im Promipool immer noch, was man zuerst hören sollte. Das mach ich jetzt auch: Das ganze Album – von vorne bis hinten und gleich noch mal andersherum und bunt durcheinander!

KAAAAAATTTIIIIII – Ich habe fertig! *Schnurr* Ohren kraulen ist geil! Küsschen sind auch nicht schlecht! Drücken geht jetzt aber wirklich zu weit! HILFE! Katze in Not! – Ach egal – ich liebe ihre Zwischentöne!