Ahrenshoop: Weit übers Meer
Kati Pierson
Samstag, den 09. Juli 2011 um 13:51 Uhr

Ahrenshoop: So weit die Füße tragen … an der Steilküste A’hoop

07. Juli 2011 - einer der wenigen Tage an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommern's, der in diesem Sommer auch mal mit Sonne daher kam. Ich hab die Zeit genutzt mich auf den Weg nach Ahrenshoop zu machen. Die Steilküste war mein erklärtes Ziel.

Am 07. Juli nutzte ich einen der wenigen Tage dieses bisher verregneten Sommers um mich zur Steilküste nach Ahrenshoop auf zumachen. Ahrenshoop ist ein kleines Fischerdorf an der Ostseeküste unweit meiner Heimat Neuendorf. Nachdem ich jetzt schon von einer Reise nach Berlin und Hamburg gesprochen habe und in Zukunft auch von anderen anstehenden Reisen schreiben werde, lauf ich jetzt in der Nacht in Gedanken am Strand von A’hoop (Ahrenshoop).

Die Vorzüge von Ahrenshoop

Anhrenshoop mit seiner Steilküste entdeckte ich im Jahre 1998 kurz nach dem Beginn meiner Lehre zum Bauzeichner für mich. Seitdem gehe ich dort regelmäßig bei Wind und Wetter spazieren. Bei Sturm und Regen hört keiner, wenn man mal richtig Dampf ablässt und den Wind anbrüllt. Bei Sonne stört es keinen, wenn man sich einen schönen Sonnenbrand holt. Abends sieht man dort süße “Jungs”, die einem entgegen kommen und das eigene Lächeln mit einem von ihren beantworten.

Ahrenshoop schon lange ein Mekka für Schriftsteller und Künstler

Für alle die nicht Wissen, wo das liegt: Das ist da, wo das Meer salziger schmeckt als meine Tränen. Alternativ kann man es auch mit den Worten der Barther Schriftstellerin Martha Müller-Grählert sagen:

„Wo de Ostseewellen trecken an den Strand
wo de geele Ginster bleuht in´n Dünensand
Wo de Möwen schriegen, grell in´t Stormgebrus
da is mine Heimat, da bün ick tau Hus
Well- und Wogenrunschen, Wir min Weigenlied,
Un de hogen Dünen, Seg´n min Kinnertied,
Seg´n uch mine Sehnsucht, Un min heit Begehr,
In de Welt tau fleigen Öwer Land un Meer.
Woll het mi dat Leben Dit Verlangen stillt,
Het mi allens geben, Wat min Herz erfüllt,
Allens is verswunden, Wat mi quält un drew,
Hev nu Frieden funden, Doch de Sehnsucht blew.
Sehnsucht na dat lütte, Stille Inselland,
Wo de Wellen trecken An den witten Strand,
Wo de Möwen schriegen Grell in´t Stormgebrus, –
Denn da is min Heimat, Da bün ick tau Hus.“

Ahrenshoop – wo ist das?

Für unromantische gibt eine kleine geographische Beschreibung. A’hoop liegt im Norden der Bundesrepublik Deutschland und dort am Übergang der Halbinseln Fischland und Darß. Diese wiederum sind Teil der Halbinselkette Fischland-Darß-Zingst.  Fischland-Darß-Zinsgt ist über Ribnitz oder über die Meiningenbrücke (Barth) zu erreichen. Ahrenshoop hat viele interessante Ecken einige wenige sind der Kunstkaten, die Schifferkirche (klein aber fein) und die Häuser von Künstlern wie Rainer Dörner und Jan Jastram.

Steilküste statt endlos weit

Meine Tour geht jedoch fast immer vom Parkplatz am Spar den Grenzweg hinauf. Neben einer einmaligen Architektur, hat man eine fabelhafte Aussicht auf die Ostsee. Am Ende des Weges geht es rechts voraus an den Strand und nach links zum Cafe Buhne 12. Am Strand geht es nach links zur Steilküste und nach rechts zum Hauptstrand des Ortes und wenn man ganz weit läuft bis zum Weststrand auf dem Darß.

Mich führen die Schritte zur Steilküste. Ich mag diese von Wind, Wetter und Wellen zerklüftete Landschaft. Gekrönt werden solche Wanderungen von einigen Kilometern gerne mit einem Sanddorneisbecher mit Blaubeeren statt Eierlikör im Cafe Buhne 12.

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